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OÖ WehrgeschichteSoldatenleben!Beim Einrücken in die k.u.k. Kaserne musste jeder neue Rekrut einen Holzkoffer mitbringen, worin er während seiner Dienstzeit in der Armee oder Landwehr seine privaten Habseligkeiten aufbewahren konnte.Einen Spind gab es damals noch nicht, wie auf den gezeigten Fotos zu sehen ist gab es nur Haken für die Uniformen und Regale für Kopfbedeckungen und die Tornister. Auf den spartanischen Metallrohrbetten mit Gitterrost lag der gut gestopfte Strohsack und eine Decke. Dazwischen stehen die schwarzen Feldkisten, meistens vor oder unter dem Bett des Soldaten. Je nach finanziellen Einkommen waren die Kisten kleiner oder größer, mit oder ohne Innenfach ausgeführt. Manche Soldaten beschrieben diese kunstvoll mit ihren Namen und der Einheit in der sie dienten, andere nur mit ihren Initialen. Es finden sich auch Kisten ganz ohne Beschriftung. Früher waren diese auf fast jedem Flohmarkt zu finden, mittlerweile sind sie schon selten geworden.----Damit ihr weiterhin solche Artikel lesen könnt und unsere Geschichte auch in Zukunft bewahrt wird unterzeichnet bitte unsere Petition online auf www.wehrgeschichte-ooe.at/ ... See MoreSee Less

OÖ Wehrgeschichte7. Oktober – Gedenktag des Pionierbataillon Nr. 2 (den Linzer Pionieren)Oktober 1915: Die k.u.k. 3. Armee unter General der Infanterie Hermann Kövess von Kövessháza hatte die Aufgabe. sich in den Besitz der Bergstellung südlich und südöstlich von Belgrad zu setzen. Den Übergang über die Donau und Save ----Damit ihr weiterhin solche Artikel lesen könnt und unsere Geschichte auch in Zukunft bewahrt wird unterzeichnet bitte unsere Petition online auf www.wehrgeschichte-ooe.at/— angesichts des stark befestigten Belgrads, von einem fanatisierten, tapferen Gegner verteidigt — hatte das k.u.k. VIII. Korps und das deutsche XXII. Reservekorps durchzuführen. Für den Übergang war eine äußerst gründliche, pioniertechnische Vorbereitung nötig. Die Leitung sämtlicher Pionierarbeiten lag in den Händen des k.u.k. Pionierobersten Mischek. Dem k.u.k. Vlll. Korps unter Feldzeugmeister Viktor Graf von Scheuchenstuel standen für den Übergang folgendes Gerät und Mannschaften zur Verfügung: 5 Pionierkompagnien, drei Sappeurkompanien, 12 Kriegsbrückenequipagen, 60 Zillen, 10 Plätten, 10 Motorboote und 16 Dampffähren. Außerdem hatte auch die k.u.k. Donauflottille unterstützend mitzuwirken.In der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober 1915 wurde von der Artillerie das Einschießen vorgenommen. Der Feind antwortete nicht, seine Scheinwerfer suchten in voller Tätigkeit Donau, Save und Ufergelände ab. Die Pioniere wurden in derselben Nacht bei Semlin und hinter der Reiher-Insel mit Zillen und Pontons bereitgestellt. In der Nacht vom 6. zum 7. Oktober 1915 um 2 Uhr 10 Minuten stießen die Pionierkompagnien der Hauptleute Häuser und König mit einer Sappeur-Kompanie, den Pontons von 8 Kriegsbrückenequipagen (128 Pontonsteile) und 30 Zillen von Semlin ab. An Bord hatten sie die Infanteriebataillone III/74 und IV/84 und sollten mit einem Bataillon nördlich, mit dem anderen südlich der Kriegsinsel fahren und stromabwärts des Nebojse-Turms am serbischen Ufer landen. Eine dritte Gruppe unter dem Kommando von Hauptmann Peroutka mit 3 Pionierkompagnien, Pontons von 4 Kriegsbrückenequipagen (64 Pontonsteile) und 10 Plätten, hatte mit dem Infanteriebataillon IV/87 an Bord um 2 Uhr 45 Minuten von der Reiherinsel abzustoßen und stromabwärts der vorigen Bataillone zu landen. Nach Landung dieses ersten Staffel hatten die Pontons der einen Gruppe (lll/74) von der Kozara-Insel das Bataillon III/49 aufzunehmen und zu übersetzen, während alle übrigen Pontons vom Finanzwachhause Uj-Borcsa die dort bereitgestellten restlichen Bataillone der 59. Inf.-Div. an das feindliche Ufer zu bringen hatten. Während der Fahrt der ersten zwei Gruppen (die Pontons glitten lautlos in endloser Reihe über den nächtlichen Strom dem brennenden Belgrad entgegen) setzte eigenes Artilleriefeuer gegen die Landungsstellen ein. Die in Belgrad ausgebrochenen Brände beleuchteten die Donau um den Kalemegdan taghell. Die südlich der Reiher-Insel fahrende Gruppe wurde sichtbar und der Feind eröffnete sofort sein überwältigendes Feuer. Die Pontongruppe des Hauptmann König mit dem Bataillon III/74 strebte aber unentwegt und zielsicher durch diesen Feuerregen dem Landungsplatz entgegen. Mehrere Pontons wurden durch Volltreffer zerstört gingen unter. Andere, voller Toter und Verwundeter trieben führerlos dahin. Im Moment der Landung wurden die Pontons mit Gewehr- und Handgranatsalven empfangen. Sappeure sprangen in das Wasser, um die Drahthindernisse zu zerschneiden. Als der Weg frei war, stürmten die Truppen im erbitterten Handgemenge dem Eisenbahndamm zu.Als die zweite, von Semlin abgegangene Gruppe, in Sicht des Feindes kam, entlud sich auf sie das Verderben. Der vorderen Hälfte gelang es zu landen, die andere Hälfte irrte — durch Scheinwerferlicht geblendet — auf die Kozara-insel ab.Die dritte Gruppe von Hauptmann Peroutka geriet in das Licht feindlicher Scheinwerfer und musste bei der Kozara-Insel landen, stieß aber um 4 Uhr wieder ab. Die Serben, mit der Abwehr der beiden ersten Gruppen beschäftigt, bemerkten zu spät das Herankommen dieser dritten Gruppe. Es gelang dem Bataillon IV/87 unter Oberstleutnant Peters, in der Flanke des Gegners zu landen und ihn zu überraschen. Die Wasserfahrzeuge fuhren befehlsgemäß zum Finanzwachhaus zurück und nahmen das Feldjägerbataillon 15 an Bord. Es war Tag geworden und die Überschiffung war vorläufig zu Ende. Die Pioniere hatten ihre Kräfte erschöpft. Kaum die Hälfte der Pontons, die Semlin verließen, erreichten das eigene Ufer und da waren noch viele darunter, die nur mit Mühe über Wasser gehalten wurden. Wie es möglich war, dass manche Pontons, gefüllt mit Toten und Verwundeten, von einem einzigen Pionier geführt und gesteuert das eigene Ufer erreichten, ist ein Rätsel. Den Angriffen des Gegners hielt, mit unübertrefflicher Tapferkeit an das feindliche Ufer geklammert, die Infanterie am 7. Oktober 1915 stand. Es war unmöglich, Unterstützung vor Einbruch der Nacht zu senden. Die Donauflottille griff in den Kampf ein, damit die schwachen eigenen Kräfte ausharren konnten. Ebenso griff die Donauflottille wiederholt in den Kampf auf der Zigeuner-Insel ein, wo sich das deutsche XXII. Reservekorps im Bajonettkampf befand. Auch hier waren viele Fahrzeuge durch Minen, feindliches Feuer und Handgranaten außer Kampf gesetzt worden.Die Überschiffung war mit Tagesanbruch zu Ende. In der Nacht zum 8. Oktober wurde die Überschiffung fortgesetzt. Obwohl kaum ein Drittel der Pontons vorhanden und die Reihen der Pioniere stark gelichtet waren. Dennoch gelang es den Pionieren, noch 13 ½ Kompanien Infanterie auf das feindliche Ufer zu bringen. Zu allen Problemen kam nun auch noch Hochwasser dazu. Am serbischen Ufer standen die Kämpfer knietief im Wasser. Und doch waren am 8. Oktober so viele Truppen überschifft, dass alle Versuche der Serben, ihre Hauptstadt zu retten, erfolglos blieben. Durch Zusammenwirken mit der Donauflottille gelang es dem Bataillon IV/87 in die Stadt einzudringen, Oberstleutnant Peter erhielt für diese Waffentat das Ritterkreuz des Maria Theresia Ordens. Auch das XXII. Reservekorps hatte die Zigeuner-Insel und die an das serbische Ufer führende Brücke unzerstört eingenommen. In der Nacht zum 9. Oktober 1915 hatten die Pioniere in zäher Arbeit die ganze 59. Infanterie-Division an das serbische Ufer gebracht. Die Vorrückung in die Stadt wurde fortgesetzt und um 6 Uhr flatterten die Fahnen der siegreichen Truppen vom Kalemegdan. Die zweite Division des VIII. Korps wurde bei Stari-Banovci auf der Dampfgruppenfähre des Hauptmanns Hofinger eingeschifft. Stromabwärts der gesprengten Eisenbahnbrücke erfolgte der Brückenbau durch die Pionierkompagnie des Hauptmanns Ulreich. Die Brücke war noch in der Nacht zum 10. Oktober übergangsbereit. Beispiellos in der Geschichte aller Zeiten ist dieser Übergang bei Belgrad. Altösterreichische Pioniere haben sich unvergänglichen Lorbeer errungen. Österreichs Pioniere streben ihren Altvorderen nach. Die Kaiserworte „Pioniere wie immer" weisen ihnen den rechten Weg. ... See MoreSee Less

OÖ WehrgeschichteDer Wehrtisch des k.k. Freiwilligen OÖ SchützenregimentsIm Jahr 1916 gab die Ersatzabteilung des k.k. Freiwilligen OÖ Schützenregiments in Linz die Anregung zugunsten der Kriegsfürsorge einen Wehrtisch aus Eiche zu errichten. Der Tisch - eigentlich eine runde Scheibe im Durchmesser von 70 cm) hat in der Mitte das in Metall getriebene oberösterreichische Landeswappen welches zugleich auch Regimentsabzeichen der Schützen war. Rund um das Wappen ist ein Lorbeerkranz aus Messing angeordnet. Die Namen der Spender wurden in die Lorbeerblätter eingraviert. Von bekannten Persönlichkeiten und Militärpersonen wurden Unterschriften in die silberne Metallplatte eingraviert. Im Originaltext hieß es: „Die höchste Beachtung und Förderung erfuhr die Sammeltätigkeit durch die gegebenen Unterschriften Kaiser Franz Josef I., Erzherzog Thronfolger Karl, Erzherzog Feldmarschall Friedrich, Feldmarschall Erzherzog Eugen, Erzherzog Franz Salvator, Generaloberst Dankl, Herzog von Cumberland und viele andere“. Dieser Wehrtisch wurde in der Zeit des Zweiten Weltkriegs in einem Privathaus in Linz aufbewahrt und bei einem Bombenangriff schwer beschädigt. Der ehemalige Jungschütze Ferdinand Erlinger aus Wels suchte zusammen mit seiner Frau nach den fehlenden Teilen im Bombenschutt und renovierten das historisch wertvolle Stück in den 50er Jahren. Im Februar 1953 wurde der Wehrtisch im Rahmen eines Kameradschaftsabends dem Kameradschaftsbund "Freiwilliger Schützen-Hain Neydharting" übergeben. Nach einem Hochwasserschaden in diesem Museum wurde der Schild vom Verein der Linzer Zweier übernommen, erneut restauriert und ist nun ein besonders seltenes Exponat im Zweierschützen Archiv. Die Plattform „Wehrgeschichte OÖ“ hat im Jahr 2020 den Schild als Ihr Logo übernommen.Damit Sie weiterhin solche Artikel lesen können und unsere Geschichte auch in Zukunft bewahrt wird unterzeichnen auch Sie unsere Petition online auf www-wehrgeschichte-ooe.at ... See MoreSee Less

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